Xavier de Maistre ist einer der führenden Harfenisten der Gegenwart und ein äußerst kreativer Musiker. Als leidenschaftlicher Verfechter seines Instruments hat er das Harfenrepertoire erweitert und neue Werke bei Komponisten in Auftrag gegeben. Außerdem erstellt er Transkriptionen wichtiger Instrumentalwerke.
Diese musikalische Vision hat ihn zur Zusammenarbeit mit Dirigenten wie Sir André Previn, Sir Simon Rattle, Riccardo Muti, Daniele Gatti, Philippe Jordan, James Gaffigan, Bertrand de Billy, Andrés Orozco-Estrada, Daniel Harding, Susanna Mälkki und Mirga Gražinytė-Tyla geführt. Er wurde von Orchestern wie dem Chicago, Montreal, City of Birmingham, NHK, dem schwedischen und dem finnischen Radiosinfonieorchester, den Orchestern von Los Angeles, London, St. Petersburg, Oslo und China Philharmonic, dem Tonhalle-Orchester Zürich, dem Mozarteum Orchester Salzburg, dem Orquestra Sinfônica do Estado de São Paulo und dem Orchestre de la Suisse Romande eingeladen. In seinem Heimatland Frankreich arbeitete er mit dem Orchestre de Paris, den Nationalorchestern von Frankreich und Lyon, den philharmonischen Orchestern von Radio France, Monte-Carlo, Montpellier, Lille und Nancy zusammen und gab Konzerte u. a. in den Opernhäusern von Paris und Lille, Lyon, Bordeaux, Nizza, Poitiers und Avignon.
Parallel zu seinen Orchesterkonzerten widmet sich de Maistre leidenschaftlich der Kammermusik und stellt regelmäßig originelle Liederabendprojekte zusammen. Im Jahr 2020 beginnt er eine neue Zusammenarbeit mit dem Tenor Rolando Villazón, mit dem er für die Deutsche Grammophon ein Projekt mit südamerikanischen Volksliedern aufnimmt. 2021/2022 tritt er unter anderem bei Abu Dhabi Classics, in der Hamburger ElbPhilharmonie, der Alten Oper Frankfurt, der Stuttgarter Liederhalle und im Grazer Musikverein auf. In den letzten Jahren arbeitete er mit der Flamenco- und Kastagnetten-Legende Lucero Tena an einem Programm mit spanischem Repertoire, mit dem er durch große Konzertsäle in Europa, Japan und China tourte und ein Album veröffentlichte (Sony Classical, 2018). Außerdem arbeitet er regelmäßig mit Diana Damrau, Arabella Steinbacher, Daniel Müller-Schott, Baiba Skride, Antoine Tamestit, Mojca Erdmann und Magali Mosnier zusammen.
Im Sommer 2020 tritt er eine Residenz beim Schleswig-Holstein Musik Festival an. Als Solist war er bereits bei vielen renommierten Festivals zu Gast, darunter Rheingau, Salzburger Festspiele, Wiener Festwochen, Verbier, Budapester Frühling, Würzburger Mozartfest und Mostly Mozart in New York.
De Maistre ist seit 2008 Exklusivkünstler bei Sony Music. Damals nahm er sein erstes Album Nuit d'Etoiles auf, das Debussy gewidmet ist und mit dem Echo Klassik als Instrumentalist des Jahres ausgezeichnet wurde. Weitere Veröffentlichungen waren Hommage à Haydn (2009), Aranjuez (2010) und Notte Veneziana (2012) mit bedeutendem Barockrepertoire. Zu den jüngsten Veröffentlichungen gehören eine DVD mit Aufführungen mit Diana Damrau, seine Transkription von Mozarts Klavierkonzert Nr. 19 in F-Dur, KV 459, mit dem MozarteumSalzburg unter der Leitung von Ivor Bolton, Moldau (2015), Soloharfenstücke von slawischen Komponisten, und La Harpe Reine (2016) mit Les Arts Florissants und William Christie. Sein letztes Album „Christmas Harp“ (Oktober 2021) enthält Paraphrasen und Fantasien von berühmten Weihnachtsliedern sowie Melodien von Schubert und Tschaikowsky.
Der in Toulon geborene de Maistre studierte Harfe bei Vassilia Briano an seinem örtlichen Konservatorium, bevor er seine Technik bei Catherine Michel und Jacqueline Borot in Paris perfektionierte. Er studierte auch an der Sciences-Po Paris und anschließend an der London School of Economics. 1998 erhielt er den ersten Preis (und zwei Interpretationspreise) beim renommierten Internationalen Harfenwettbewerb der USA (Bloomington) und wurde im selben Jahr als erster französischer Musiker in die Wiener Philharmoniker aufgenommen. Seit 2001 unterrichtet er an der Musikhochschule in Hamburg.
Er spielt auf einer Harfe von Lyon & Healy.
„Xavier de Maistre ist ein Virtuose von höchstem Rang, zutiefst musikalisch und in der Lage, eine bemerkenswerte Bandbreite an Nuancen zu realisieren.“
-Gramophone