Helga Váradi erkundete die Welt der historischen Tasteninstrumente (Cembalo, Orgel, Hammerklavier) in inspirierenden Kulturstädten Europas. Ihre Studien führten sie von Budapest und Szentendre nach Wien, Lyon, Siena, Basel und Zürich. Zusätzlich vertiefte sie ihre Kenntnisse im Kulturmanagement an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien.
2014 gewann sie den Preis „Gianni Bergamo“ in Lugano für ihr Cembalospiel. Danach war sie mit verschiedenen Ensembles auf der internationalen Konzertbühne zu sehen: 2016 spielte sie mit Daniel Hope und dem Kammerorchester Basel in den grössten Konzertsälen Südamerikas; zudem war sie als Gastspielerin bei Orchestern und Ensembles wie der Kammerphilharmonie Graubünden, dem Argovia Philharmonic, dem CHAARTS Chamber Orchestra, der Camerata Zürich, dem Anima Musicae Chamber Orchestra Budapest, dem Orion Trio, dem Kaleidoskope String Quartet, dem Galatea Quartet, dem SRF-Moderator und Hackbrettspieler Nicolas Senn eingeladen. Solistische Auftritte führten sie nach Frankreich, Italien, Deutschland, Ungarn, Österreich, sowie auf das Donau-Literaturschiff von SRF-Korrespondent Werner can Gent.
Neben ihren Engagements als Musikerin hat sie im Auftrag der Zürcher Hochschule der Künste das Leben und Werk der Geigerin Stefi Geyer (1888-1956) dokumentiert. Die gesamte Korrespondenz mit Béla Bartók (1907-1945) ist in diesem Buch erstmals veröffentlicht und bei Peter Lang erhältlich.
Helgas erste CD „Bartók & Baroque“ erschien 2017 bei Claves mit Werken von Béla Bartók auf dem Cembalo, persönlich empfohlen von dessen Sohn Péter Bartók, den Helga in Florida kennenlernte. Ein Jahr später wurde der Verein „Les Soirées Amusantes“ von ihr und Christian Tanner, Fabrice Robardey und Alessandra Reeves gegründet, um die Salonkultur des späten 18. Jahrhunderts wiederzubeleben. Jahrhunderts wiederzubeleben. „Nannerl Mozart“, das zweite Album, war eine Frucht dieser inspirierenden Zusammenarbeit, bei der sogar ein Kurzfilm über die Mozart-Geschwister produziert wurde. Das Album erhielt internationalen Beifall, der Kurzfilm wurde beim Pariser Kurzfilmfestival vorgestellt.
Zu Helgas weiteren Forschungsaufträgen gehörte die Aufarbeitung des Nachlasses von Casals treuem Schüler Rudolf von Tobel in Bern. Die Rudolf von Tobel-Stiftung präsentierte das Werk im November 2021 in einer spektakulären Show in der Berner Musikhalle, an der auch Marta Casals Istomin aus Washington D.C. mit einer berührenden Videobotschaft teilnahm, und machte daraus eine Buchpublikation.
In der neuesten Produktion „Appassionata“ widmete sich Helga der Liebesgeschichte von Gräfin Josephine Brunsvik-Deym und Ludwig van Beethoven, basierend auf der Dissertation von Dr. Rita Steblin. Dieses Kunstbuch wird von 3 CDs mit Beethoven-Musik begleitet, die auf Originalinstrumenten eingespielt wurde und von der spektakulären Kunstfotografie des estnischen Künstlers Kaupo Kikkas abgerundet wird.
Helga spricht 5 Sprachen, in ihrer Freizeit fährt sie gerne Skilanglauf, Rennrad, arrangiert Blumen im japanischen Stil (Ikebana) und macht Spaziergänge in der Natur.