(2013) Schubert: Piano Sonata, D. 960 - Moments musicaux, D. 780
Kategorie(n): Piano
Instrument(e): Piano
Hauptkomponist: Franz Schubert
CD-Set: 1
Katalog Nr.:
CD 1213
Freigabe: 15.01.2013
EAN/UPC: 7619931121321
- UPC: 191018933135
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SCHUBERT: PIANO SONATA, D. 960 - MOMENTS MUSICAUX, D. 780
www.fabriziochiovetta.com
Nur wenigen Pianisten gelingt es, sich die Schubert’sche Klaviermusik zu eigen zu machen und ihr unerwartete Aspekte zu verleihen, ohne ihren Charakter und ihre geheimnisvolle Aura zu «entstellen»: eine Musik des inneren Dramas, des Zweifels, verwurzelt in einer urwüchsigen Spontaneität. Diese Stimme muss der Pianist nicht so sehr interpretieren, er muss sie vielmehr frei und schlicht singen.
Doch diese Schlichtheit ist komplex: schwindelerregendes und zugleich banales Paradox der menschlichen Stimme – noch hinter der wärmsten Zärtlichkeit steckt ein Schrei. Ein Bruch, der zur fruchtbaren Furche wird, wenn die Ruhelosigkeit und ihre Spiegelungen einen ganz eigentümlichen Glanz hervorbringen. Die Schubert’sche Stimme befindet sich genau in diesem «Dazwischen»: Der Gesang, der innig ist, ohne intim zu sein, löscht die rohe Heftigkeit des Schreis nicht aus und verhüllt sie auch nicht, sondern bringt sie in ihren unendlichen Beugungen zum Ausdruck, einer ständigen Zähmung gleich.
In seinen Meisterwerken für Klavier solo konfrontiert Schubert den Musiker wohl am intensivsten mit diesem Paradoxon: Der Lied-Komponist verzichtet auf die gesungene Stimme und lädt den Instrumentalisten ein, allein, jedoch nicht «solo» zu spielen. Als ginge es darum, eine abwesende Stimme zu begleiten und gerade durch dieses Spiel «ohne den anderen» das einsame Wesen des Gesangs deutlich zu machen. Weit entfernt vom romantischen Heroismus, macht der Schubert’sche Pianist keine Aussage. Er sagt nicht: «ich singe» oder «ich begleite» – er singt.
Mit Schubert ist Fabrizio Chiovetta mitten in seinem «Thema». Der Genfer Pianist, ein intuitiver, sensibler Musiker und ein Improvisator voller Humor und Spontaneität, nimmt die Einladung zur Schubert’schen Reise als staunender Passant an, und er braucht nichts zu unterstreichen, damit die Architektonik Gestalt erhält und der Zauber sich entfaltet. Mit seiner Kunst des Liedbegleiters lässt er die unergründliche Schubert’sche Stimme von seinem Klavier aufsteigen und moduliert sie zärtlich, findet einen «einzigartigen» Klang für sie … der flüchtig streift, um besser zu berühren, sich behutsam vortastet, um besser zu erfassen, als würde nur eine zarte, strahlende Reminiszenz des Schubert’schen Schreis fortbestehen.
Bisweilen treffen sich die Stimmen von Komponist und Interpret aufs Schönste, doch häufig in einer «Vater-Sohn»-Kontinuität: Wenn man die Stimme der Väter nicht verlässt, «bearbeitet» man sie. Schuberts Stimme ist für die Musiker, die sie hören, die Stimme eines abwesenden Bruders. Eine Spur von erschütternder Nähe, die grosszügig dazu einlädt, die eigene Einsamkeit auszudrücken.
Fabrizio Chiovetta schenkt uns in dieser Aufnahme seine zutiefst «Schubert’sche» Stimme.
Valentin Peiry
Fabrizio Chiovetta wurde in Genf geboren und studierte bei Dominique Weber, Paul Badura-Skoda und John Perry. Neben seiner Karriere als Solist ist er ein sehr gefragter Kammermusikpartner und Liedbegleiter. Er ist ausserdem ein wunderbarer Improvisator und arbeitet mit Künstlern verschiedener musikalischer Ausrichtungen zusammen. Fabrizo Chiovetta lebt in Genf und Paris.
www.fabriziochiovetta.com
Nur wenigen Pianisten gelingt es, sich die Schubert’sche Klaviermusik zu eigen zu machen und ihr unerwartete Aspekte zu verleihen, ohne ihren Charakter und ihre geheimnisvolle Aura zu «entstellen»: eine Musik des inneren Dramas, des Zweifels, verwurzelt in einer urwüchsigen Spontaneität. Diese Stimme muss der Pianist nicht so sehr interpretieren, er muss sie vielmehr frei und schlicht singen.
Doch diese Schlichtheit ist komplex: schwindelerregendes und zugleich banales Paradox der menschlichen Stimme – noch hinter der wärmsten Zärtlichkeit steckt ein Schrei. Ein Bruch, der zur fruchtbaren Furche wird, wenn die Ruhelosigkeit und ihre Spiegelungen einen ganz eigentümlichen Glanz hervorbringen. Die Schubert’sche Stimme befindet sich genau in diesem «Dazwischen»: Der Gesang, der innig ist, ohne intim zu sein, löscht die rohe Heftigkeit des Schreis nicht aus und verhüllt sie auch nicht, sondern bringt sie in ihren unendlichen Beugungen zum Ausdruck, einer ständigen Zähmung gleich.
In seinen Meisterwerken für Klavier solo konfrontiert Schubert den Musiker wohl am intensivsten mit diesem Paradoxon: Der Lied-Komponist verzichtet auf die gesungene Stimme und lädt den Instrumentalisten ein, allein, jedoch nicht «solo» zu spielen. Als ginge es darum, eine abwesende Stimme zu begleiten und gerade durch dieses Spiel «ohne den anderen» das einsame Wesen des Gesangs deutlich zu machen. Weit entfernt vom romantischen Heroismus, macht der Schubert’sche Pianist keine Aussage. Er sagt nicht: «ich singe» oder «ich begleite» – er singt.
Mit Schubert ist Fabrizio Chiovetta mitten in seinem «Thema». Der Genfer Pianist, ein intuitiver, sensibler Musiker und ein Improvisator voller Humor und Spontaneität, nimmt die Einladung zur Schubert’schen Reise als staunender Passant an, und er braucht nichts zu unterstreichen, damit die Architektonik Gestalt erhält und der Zauber sich entfaltet. Mit seiner Kunst des Liedbegleiters lässt er die unergründliche Schubert’sche Stimme von seinem Klavier aufsteigen und moduliert sie zärtlich, findet einen «einzigartigen» Klang für sie … der flüchtig streift, um besser zu berühren, sich behutsam vortastet, um besser zu erfassen, als würde nur eine zarte, strahlende Reminiszenz des Schubert’schen Schreis fortbestehen.
Bisweilen treffen sich die Stimmen von Komponist und Interpret aufs Schönste, doch häufig in einer «Vater-Sohn»-Kontinuität: Wenn man die Stimme der Väter nicht verlässt, «bearbeitet» man sie. Schuberts Stimme ist für die Musiker, die sie hören, die Stimme eines abwesenden Bruders. Eine Spur von erschütternder Nähe, die grosszügig dazu einlädt, die eigene Einsamkeit auszudrücken.
Fabrizio Chiovetta schenkt uns in dieser Aufnahme seine zutiefst «Schubert’sche» Stimme.
Valentin Peiry
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